Home
Bläserjugend feiert 25jähriges
- Details
- Category: Pressespiegel
- Created on Tuesday, 08 November 2011 10:32
- Published Date
- Hits: 52
Blasmusikverband Hochschwarzwald: Bläserjugend feiert ihr 25-jähriges Bestehen
Vor 25 Jahren wurde die Bläserjugend im Blasmusikverband Hochschwarzwald gegründet als Dachorganisation für die Nachwuchsarbeit. Gefeiert wurde dieses Jubiläum natürlich musikalisch.

Das große Konzert in der Benedikt-Winterhalder-Halle in Rötenbach präsentierte eine lebendige junge Musikszene. Felix Schüle aus Bonndorf informierte über die Zielsetzungen und Strukturen. Als Dachorganisation bemüht sich die Bläserjugend "zu organisieren, zu verwalten und zu vernetzen". Sie ist es auch, die die Prüfungen zum bronzenen und silbernen Leistungsabzeichen abnimmt. Sie bietet Workshops an und schult auch selbst ihre Prüfer. Für das Jubiläumsprojekt konnte sie sich so an eine Vielzahl von Jugendlichen wenden, deren musikalische Ausbildung durch die Bläserjugend gefördert wurde. Alle Vereine im Verbandsgebiet wurden angeschrieben, Voraussetzung für die Teilnahme war das silberne oder goldene Leistungsabzeichen. Über 60 junge Musikerinnen und Musiker meldeten sich an, die meisten von ihnen aus Neustadt. Aber auch aus Bonndorf, Ewattingen, Göschweiler, Grafenhausen, Hinterzarten, Lenzkirch, Löffingen, Oberbränd, Reiselfingen, Rötenbach, Saig, vom Musikverein Titisee-Jostal und aus Waldau beteiligten sich junge Nachwuchsmusiker an dem Jubiläumsprojekt.
Die Konzertvorbereitung stellte für sie ein ganzes Stück Arbeit dar, so investierten sie die Herbstferien für eine Probenwoche. Das Konzert war nun der entsprechende musikalische Beweis für das Gelingen der Jugendarbeit. Markus Kleiser, Präsident des Blasmusikverbands Hochschwarzwald, war entsprechend stolz: "Die Ausbildung hat Früchte getragen, man sieht es an der Qualität und dem hohen Niveau der Musiker." Verbandsdirigent Götz Ertle zeigte sich begeistert, wie "diszipliniert und erfolgsorientiert die Jugendlichen an das Projekt herangingen".
Zusammen mit den Jugendlichen musizierten aber auch die Verantwortlichen. Beim "Original Dixieland Concerto" von John Warrington fungierten sie als Solisten – eine sympathische Art, das Präsidium des Blasmusikverbandes vorzustellen. Gottfried Hummel, der stellvertretende Verbandsdirigent, hatte hier die musikalische Leitung, Markus Kleiser war an der Klarinette, Markus Bölle, Vorsitzender der Bläserjugend, spielte die Solotrompete, Verbandsdirigent Götz Ertle wechselte vom Dirigentenpult ans Tenorsaxophon, Andrea Ketterer, Kassiererin der Bläserjugend, übernahm die Soloposaune und Manfred Herrmann, Kassier des Blasmusikverbandes, die Tuba.
Insgesamt hatte das Konzert eine klare Zweiteilung. Vor der Pause war das Programm konzertant gehalten. Hier zeigten die jungen Musiker unter der Leitung von Götz Ertle eine großartige Fähigkeit, sich auf unterschiedlichste musikalische Stimmungen einzulassen. Bereits bei der eröffnenden "Choreography" von Robert Sheidon wurden sie den Facetten dieses Stücks gerecht. Das "Konzertstück Nr. 2" von Vassily Brandt war ein ausgesprochenes Brillierstück für den Solotrompeter. Solist Fabian Müller studiert mittlerweile an der Musikhochschule Freiburg, seine musikalischen Wurzeln hatte er aber unter den Fittichen des Blasmusikverbandes. Entsprechend stolz war man auch auf das "Eigengewächs", das seinen Solopart souverän und wirklich brillant gestaltete. Jacob de Haans "Ross Roy" will das Schülerleben in Musik bringen. "Träumerische, ernste und monumentale" Elemente beschrieb Felix Schüle. Und entsprechend war es wieder diese große musikalische Wendigkeit, die beeindruckte. Agil, aber auch pathetisch beendete das VJBO mit "Lord Tullamore" von Carl Wittrock den ersten Programmteil.
Nach der Pause wurde es jazziger und rockiger. Bei der "Blues Factory" Jacob de Haans hatte das VJBO in der Tat den Blues. Beim "Original Dixieland Concerto" glänzte dann das Präsidium. "Rock it!" ist ein Arrangement großer Rockklassiker von Kurt Gäble. Mit Temperament und Leidenschaft spielten die Jugendlichen "Na na na hey hey" oder auch "Rock around the clock" und "Let's twist again".
"A Tribute to Elvis", ein Arrangement von James Christensen, das Götz Ertle wiederum für den Abend bearbeitet hatte, setzte dann den fulminanten Schlusspunkt, vor allem auch durch den Gesangspart von Sebastian Steinhart, dem Frontsänger der "Wilden Engel". Dieser begeisterte das Publikum mit "Love me tender", "Don't Be Cruel" und auch dem "Heartbreak Hotel". Bei der Zugabe, "Buona sera Signorina", feierten die Zuhörer dann regelrecht Götz Ertle, der das Saxophonsolo übernahm. Ertle hatte an diesem Tag aber auch gleich doppelten Grund zum Feiern: Neben dem Geburtstag der Bläserjugend beging er auch seinen eigenen. Ein entsprechendes musikalisches Ständchen war ihm unter diesen Umständen sicher. Und für alle, die bei diesem Konzert nicht dabei sein konnten oder es noch einmal hören möchten, wird es davon auch eine CD geben. Vorbestellungen dafür nimmt der Vorstand der Bläserjugend entgegen."


